Bahnhofsmission
Heike Becker
Hauptbahnhof/Gleis 1 (Richtung Parkhaus)
49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 27310
Telefax: +49 541 9154209
E-Mail:bahnhofsmission.osnabrueck@evlka.de
Montag bis Freitag von 8:00 - 19:00 Uhr
Sonnabend geschlossen
Sonntag von 14:00 - 18:00 Uhr

Unser Angebot speziell für Senioren:
….. Sie möchten mal wieder verreisen und trauen sich nicht allein? Wir fahren mit Ihnen! …..
Ab sofort bietet die Bahnhofsmission im Regionalverkehr eine Begleitung mit geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen für
mobilitätsbeeinträchtigte Reisende bis zur nächsten Bahnhofsmission an. Das heißt, die Reise geht von Osnabrück aus bis nach
Oldenburg, Bremen, Hannover, Bielefeld, Münster, Rheine (darüber hinausgehende Fahrten nach Absprache). Das Angebot der Osnabrücker
Bahnhofsmission ist speziell für Senioren. Vormals mit dem Auto unterwegs, ist dieses für viele irgendwann altersbedingt nicht
mehr möglich. Wenn sie nun mit dem Zug fahren möchten, stellen sich Fragen, vielleicht sogar Unsicherheiten ein: Steige ich
rechtzeitig aus? Was ist zum Beispiel mit meinem Gepäck, wenn ich auf die Toilette will?
Da dieser Service ausschließlich mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen durchgeführt wird, bitten wir, sich bei Interesse eine
Woche vor Reisewunschtermin mit uns in Verbindung zu setzen.
Kids on Tour
Kids on Tour ist ein Angebot für alleinreisende Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren. Die Kinder werden am Freitag und am Sonntag
auf der Strecke Hamburg – Köln (Stuttgart) Köln – Hamburg von besonders geschulten MitarbeiterInnen der Bahnhofsmission begleitet.
Für diese Begleitung wird zum Beispiel von Osnabrück nach Köln ein Preis in Höhe von 25 Euro berechnet.
Die Fahrt muss sieben Tage vorher über die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn AG angemeldet werden. Organisiert wird dann
alles weitere über die Bahnhofsmission. Wenn Sie Fragen hierzu haben, sprechen Sie uns bitte an.
„Wieso hat es das nicht schon immer gegeben?“
Projekt „Umsteigehilfen an den Busbahnhöfen“ erfolgreich
Osnabrück. Welcher Bus fährt von wo ab und wo muss ich dann aussteigen? Für Menschen mit Mobilitätsproblemen oder Menschen von außerhalb
Osnabrücks ist es häufig schwierig, sich auf den Osnabrücker Busbahnhöfen am Neumarkt und am Hauptbahnhof zurechtzufinden,
da viele Überlandbusse und Busse aus den Landkreisen hier ankommen und abfahren.
Vor einem Jahr hat die Bahnhofsmission Osnabrück in Abstimmung mit dem Diakonischen Werk Osnabrück, dem Caritasverband für
die Stadt und den Landkreis Osnabrück, das Projekt „Umsteigehilfen an den Busbahnhöfen“ in Kooperation mit den Stadtwerken
und dem Jobcenter gestartet.
„Die Initiative für dieses Projekt wurde von uns, der Bahnhofsmission ergriffen, weil wir einer Mitarbeiterin einen Arbeitsplatz
sichern wollten. Über das, was sich inzwischen daraus entwickelt hat, staunen wir selbst und freuen uns immer wieder“, freut
sich Heike Becker, Leiterin der Bahnhofsmission. So ist die Bilanz nach einem Jahr positiv: Eine Mitarbeiterin hat einen festen
Arbeitsvertrag für drei Jahre erhalten und es wurden fünf Bürgerarbeitsplätze für drei Jahre, sowie sechs Arbeitsgelegenheiten
geschaffen. „Bei den MitarbeiterInnen der Bürgerarbeit und der Arbeitsgelegenheiten handelt es sich um Menschen, die sehr
lange ohne Arbeit waren. Es fehlt ihnen vielfach Selbstvertrauen sowie eine Tagesstruktur. Sie erhalten bei Dienstantritt
zuerst durch uns ein sogenanntes „Kommunikationstraining“, damit sie sich überhaupt wieder etwas zutrauen. Dann folgt eine
Schulung bei den Stadtwerken zu den technischen Punkten, wie Fahr- und Linienpläne lesen. Sie lernen, wie sie einen Rollator
oder Rollstuhl in den Bus bekommen, wie sie den Bus absenken usw. Erst danach werden sie nach Dienstplan eingesetzt“, weiß
Heike Becker.
Die Arbeit hat die vormals langzeitarbeitslosen Menschen völlig verändert: Sie gehen auf die Menschen zu, sie meistern Probleme,
sie erzählen stolz von ihren Erlebnissen und dass sie immer wieder hören: „Der Service bleibt doch hoffentlich! Wieso hat
es so etwas nicht schon immer gegeben!“
4000 Hilfestellungen werden durch die MitarbeiterInnen der Bahnhofsmission im Monat geleistet. „Und für uns als Bahnhofsmission
hat dieses Projekt noch einen besonderen Vorteil: Die Menschen in Osnabrück nehmen uns ganz anders wahr!“, freut sich Heike
Becker.
Die Osnabrücker Bahnhofsmission
Bahnhofsmission ist gelebte Kirche am Bahnhof und damit ein Ort diakonischen Handelns. Bahnhöfe sind Zentren der Mobilität einer rastlosen Gesellschaft. Immer schon waren Bahnhöfe auch Brennpunkte sozialer Probleme und menschlicher Schicksale. Darum sind die Aufgaben und Hilfen der Bahnhofsmission heute mehr denn je vielfältig und umfangreich. Bahnhofsmission bietet allen Menschen Unterstützung, Beratung und Begleitung an – unabhängig von Konfession, Geschlecht, Nationalität und sozialem Status. Menschen am und im Bahnhof brauchen aus unterschiedlichen Gründen die Hilfe der Bahnhofsmission. Wir kümmern uns um Wohnungslose, Drogen- und Alkoholabhängige, um Gäste mit psychischen und sozialen Problemen, um Haftentlassene, Freigänger und Migranten. Unsere Hilfe gilt Kindern und Jugendlichen, die von zu hause weggelaufen sind, Menschen, die ihre Papiere verloren haben, sowie von der Bundespolizei Aufgegriffene oder aus Einrichtungen Entwichene. Für diese Menschen ist die Bahnhofsmission häufig die erste Anlaufstelle in ihrer Not.
Aber auch die „kleinen“ Sorgen und Nöte von Reisenden finden unsere Aufmerksamkeit. Unsere Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen mobilitätsbeeinträchtigten Reisenden wie Blinden, Rollstuhlfahrern, älteren Reisenden und Müttern mit Kindern, alleinreisenden Kindern beim Ein-, Aus- oder Umsteigen. Außerdem achten sie im gesamten Bahnhofsbereich auf hilfesuchende Menschen. Bei „Kids on Tour“ betreuen Mitarbeiter der Bahnhofsmission Kinder in bestimmten Zügen. Ferner begleiten Mitarbeiter der Bahnhofsmission mobilitätsbeeinträchtigte Menschen in den Zügen des Regionalverkehrs.
Die Osnabrücker Bahnhofsmission ist eine ökumenische Einrichtung in Trägerschaft von Caritas und Diakonie.
